Hessenpokal 2020/21ff.

Re: Hessenpokal 2020/21ff.

Beitragvon Zange » 11 Apr 2022, 21:03

:arrow: Bevor es an Ostern gleich weiter geht mit dem Viertelfinale, letzte Partie (die auf Wunsch der Gäste verlegte wurde) des Achtelfinals: Dortelweil gegen Lütter. Eigentlich konnte ich mir nicht vorstellen, dass der osthessische Hessenligist (immerhin recht souverän die Aufstiegsrunde errreicht) eine Chance hatte, spätestens nach der Machtdemonstration von Dortelweil in Egelsbach (wobei die SGE mit ihren Mitteln durchaus Hessenligisten überrumpeln kann :wink: ).

Kurzum so war es auch. Lütter war im Grunde chancenlos beim 0:4 in Dortelweil. Von dem was ich gehört hatte und dem was ich gesehen habe, das waren die letzten 35 Minuten (inklusive Nachspielzeit). Aber hier steht es auch aus Lütter-Sicht. Keine wirklich zwingenden Torchancen.

https://www.eichenzell-aktuell.de/einze ... ab41b27e79

Dabei hätten zwei Halbchancen der Gäste (die ich gesehen habe) auch dramatisch dargestellt werden können. Lütters Trainer war allerdings zufrieden, konnte er auch, so fand ich deren (Kurz)-Passspiel (trotz Bedrängnis) recht ansehnlich. Doch er führt einen anderen Grund an, auf den ich nicht gekommen wäre. :roll: Denn es ist nicht ungewöhnlich, dass ein paar Spielerinnen fehlen und auch mal die oder andere von Zweiten "einspringt".

In dem Artikel ist von einem gemischten Team aus Erster und Zweiter die Rede. Nach den Leistungsdaten trat Lütter in der Startelf mit 9 von 11 Feldspielerinnen an, die zu den Stammspielerinnen gezählt werden können. Dazu Nachwuchstalent Konimba Niasse (18 J.), ist Einwechselstürmerin (wie in dieser Partie). Alisa John war auch dabei, trat wohl erst nach der Winterpause bei Lütter auf (sie ist auch auf deren HP in keinen der beiden Kader angezeigt), im Ligaspiel der Ersten ist sie ebenso in der Startelf (während 3 der Ersten erstmal auf Bank Platz genommen hatten).

Nr. 4, k.A., auf fussball.de, wurde am Ende eingewechselt (also von mir aus Zweite), Lea Weiz, Zweite Torhüterin, spielt deutlich mehr Zweite (hier keine Kadertrennung bei Lütter, also von mir aus Zweite).

Bleibt noch Priscilla Gelhard, die ist eindeutig Zweite. Doch bei "Miss 100% Lütter", kann man nichts falsch machen. Auch hier gibt sie alles, anders kenne ich sie nicht von Jugend her. Seit dieser steht sie dem Verein extrem zuverlässig als Spielerin und Jugendtrainerin zur Seite :!: Und auch sehr wichtig, sie ist Schiedsrichterin.

Hier kann sich jede(r) zu den Leistungsdaten ein Bild machen:

https://www.fussball.de/mannschaft/tsg- ... UHA37O7#!/

https://www.soccerdonna.de/de/tsg-1922- ... _9314.html

Also für mich trat Lütter mit einer ordentlichen Hessenligamannschaft an, bei der ein paar Optionen fehlten, anderseits wären bei Dortelweil auch noch weitere Optionen vorstellbar gewesen. Oder was wäre gewesen, wenn die angeschlagene Paula Gies aufgetreten wäre, wäre es dann für Lütter, wie, heroisch, gegen Köln ausgegangen? :evil:

Nachdem Dortelweil zunächst eine Großchance vergeben haben soll, gelangen Melina Raiß, die Regionalligist Offenbach gerne behalten hätte, ihre ersten beiden Pflichtspieltore für ihren neuen Verein. :smile: Auch ein drittes wäre gut möglich gewesen, vielleicht wollte sie noch die Torhüterin ausspielen, auf die sie zulief, kam dann aber zu sehr auf die Seite, letztendlich von Lea festgehalten, den Ball meine ich nicht sie.

Ein Schuss aus recht seitlicher Postion für Lütter, sah nicht ungefährlich aus, wenn ihnen hier mit viel Glück der Anschlusstreffer gelungen wäre, dann wäre vielleicht, aber auch nur höchstens...Allerdings hatte ich das Gefühl, das Hinten nichts passieren würde beim SCD. Auch wenn sie bei Lütter ne schöne Spiel Spielanlage hatten, so wundert es mich nicht, dass sie in der (Vorrunden) Nordgruppe 27 Tore geschossen haben. Mit "coolem Dreiecke bilden Spiel" :cool: , konnten sie sich ein ums andere Mal, gegen den hoch anlaufen SC Dortelweil befreien. Doch spätestens und meistens war im letzten Drittel Schluss. Auch wenn ich (glaube) 2 Eckbälle von ihnen noch gesehen habe.

Letztlich waren die Gastgeberinnen einfach zu stark :!: Rund 20 Minuten vor Schluss, war die Sache erledigt. Unhaltbares Kopfballtor, mit Ansage, nach Ecke Dortelweil. Da war Jana Harms 2 Nummern zu groß. :header:

Im Gefühl des sicheren Sieges spielt die eigentlich sichere SCD Defensive, den Ball zu lässig hinten herum. :cool: Lütters Urgesteintorjägerin Karolina Burkard ist da, hat aber keine Zeit und muß sofort abziehen, knapp vorbei. Den 4:0 Schlußpunkt setzt Sandra Reisinger, die ebenso unhaltbar abzieht, in einer Partie in der Dortelweil dem fünften Treffer näher war als die Gäste dem Anschluss. Eine Debakelniederlage wäre Lütter auch nicht gerecht geworden, ich denke das Ergebnis geht so O.K.

Dennoch positive Entwicklung in Lütter, die sich mit vielen Leute, die schon lange dabei sind, in Hessen weiter hoch arbeiten.

Rasanter geht es noch bei den Damen von Dortelweil zu. Der SCD hat sich zum einen im Winter gut verstärkt, zum anderen ist die erfreuliche Entwicklung der Jugend zu beachten. In der Startelf standen, bei gut gefüllter Bank, gleich 6 Leute, die erst 17 Jahre sind.

Am Ostersamstag geht es gleich mit 3 Mannschaften aus der starken Verbandsliga Süd :wink: und vermeintlichen Thrillern weiter. :panic:

Da wäre Eintracht 3 gegen Wetzlar. Aber auch Bornheim gegen Kassel würde ich dazuzählen.

Bicken will nach ihrer fb-Seite auch einen. Sie werden sich wieder in jeden Zweikampf werfen, damit der Mythos vom "Weißen Stein" weiterlebt, aber gegen Dortelweil wird es nicht reichen. Ebensowenig für Haitz, auch wenn sie 2 höherklassige rausgeworfen haben, Calden scheint mir einfach zu heftig. Das Halbfinale ist dann so gestaltet, dass falls zwei Regionalligisten weiterkommen, diese nicht aufeinandertreffen.
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Re: Hessenpokal 2020/21ff.

Beitragvon Zange » 17 Apr 2022, 23:08

Auftakt zu den großen Pokalthrillern des Viertelfinals. :panic: :roll: Bei Kassel fehlt allerdings Thrillerstar Emma Becker, die gerne mal am Ende graumsam zuschlägt. Bei Bornheim hingegen ist Torjägerin Pia Sösemann noch weiterhin verletzt (Zusammenprall in einem Testspiel). Insgesamt waren einige nicht da (auch wegen Ostern), bei beiden wären andere Kader vorstellbar gewesen. Lotto Meindl steht, wie ich hörte, Bornheim sowieso nicht mehr zur Verfügung.

Irgendwie war es vielleicht gut, dass ich es erst zur zweiten Halbzeit geschafft habe. Wie gruselig war das denn, zumindest aus Bornheimer Sicht. Wie ich hörte hatten die Gastgeberinnen eigentlich alles gut im Griff und bis zur Halbzeit mehr Chancen.

Horrorszene 1: Der Treffer für Kassel aus dem Nichts, einfach mal versucht und aufeinmal war der Ball drin. Ja, diese Nordlichter der Republik. Merret Pauline Jessen die vom VFB Schuby nach Kassel kam, macht das hier.

Horrorszene 2: (Unterkanten-) Lattenschuß durch Bornheim. Den wollten welche über der Linie gesehen haben, der Schiedsrichter jedoch nicht.

Mit einem Distanzschuß kann dann Bornheim doch ausgleichen. Es ist Luana Balzer, die aus der Defensive aufgerückt ist, noch gar nicht so alt und doch irgendwie schon ein Frankfurter Urgestein.

Bis ca. Mitte der zweiten Halbzeit kann sich Bornheim als die spielstärkere Mannschaft auszeichnen. Das bringt in diesem Zeitraum ein Eckenverhältnis von 3:1. Ein Freistoss aus sehr guter Postion wird letztlich zweimal geblockt. Melissa Veloso da Silva, sonderlich groß ist sie ja nicht, aber Kraft hat sie und dementsprechent hat sie sich durchgesetzt, bringt den Ball aber nicht durch die Beine der jungen Esmeray Dilan im Tor. Trotzdem prima, dass sie im Winter zu Bornheim gekommen ist, das passt schon gut zusammen. :smile:

Und dann ist aufeinmal bei Konter wieder Kassel da, Torhüterin Kay Rüttergers muss raus, der Ball geht rüber zu Außenbahnspielerin Annalena Poznaski (kann sie bitte wie früher bei Jugend auch mal aus Spielerinnensicht, auf der Rückfahrt, ein Artikel schreiben, das war doch ganz interessant und amüsant :wink: ) und dann kann Stürmerin Aylin Hamucru abziehen, die hat schon viele Tore in der Region Kassel geschossen, zwischendurch war sie in der 1. türkischen Liga.

Die Hüterin ist draußen. Doch megageblockt von Kapitänin Laura Susset, da liegen 22 Jahre aktive Fussballerfahrung drin. :!: Die hat noch weitere wichtige Bälle hinten geklärt, daher schmerzlich vermißt, bei der merkwürdigen 2:3 Niederlage in Lorsch.

Seit diesem Zeitpunkt sind die Gäste auch wieder richtig im Spiel. Großartiges passiert nichts mehr bis zum Ende der regulären Spielzeit.

Von Kassel hatte ich spielerisch etwas mehr erwartet. Vielleicht hätte es bei einer anderen Zusammensetzung anders ausgesehen, der Trainer war auch nicht so zufrieden. Aber dieser Stil ist nicht unvertraut, seit der Jugend bei Kassel, mit Wuchtig- und Kompromißlosigkeit. Wie man Hessenpokalsieger gegen starke Konkurrenz (Bad Vibel u.a CJ Meister 2014 und Pohlheim u.a CJ Pokalsieger 2014) wird, da haben einige schon Erfahrung im Team.

In dieser Partie dabei: Sophie Manson, 2015 CJ Hessenpokalsiegerin, die KSV Minmalistinnen brauchten in der Endrunde (nur 4 Regiosieger waren gekommen ) dafür in 3 Spielen nur 2 Tore. Zum DJ Team, das 2016 gewann, gehörten Esmeray und Sophie Linke, die war schon immer Innenverteidigerin und riesig, aber mir scheint die wächst immer noch. 9 Meterschießen gewonnen, für die Entscheidung notwendig wer ins Finale einzieht und dieses 1:0 für sich entschieden.

Verlängerung, der arme Schiedrichter, konnte nun endgültig nicht die großen Taten der Eintracht in Nou Camp mitverfolgen (Kassel hatte den späten Begin gewünscht), während die Zuschauer es zumindest nebenbei tuen konnten.

Kassel schien sich vorgenommen zu haben mit Macht gleichmal die Entscheidung zu finden. Und das schien erstmal zu klappen. Lisanne Wienand mit dem Führungstreffer. Das Nordhessentalent (Jg. 2003), lange bei den Jungs und Wechsel zwischen Calden und Kassel.

Aber Bornheim wirkte nicht geschockt und drängte nun auf den Ausgleich, der wenige Minuten später auch gelang. Den macht mal wieder Marie Fries. Ein echter Gewinn für Bornheim. In dieser Partie konnte sich u.a. gegen drei Gästespielerinnen durchsetzen.

In der zweiten Hälfte versuchte Bornheim es nochmal mit zwei eher Distanzschüssen, die drehten sich nicht ungefährlich. Und dann kurz vor Ende Kassel, das war knapp, aber Kay kann sich gerade noch so den Ball schnappen.

Elfmeterschießen. :panic: Es beginnt Hüterin Esmeray für Kassel, souverän verwandelt. Aber huch, gleich 3 weitere versuchen es fast aus dem Stand. :eek: Das macht drüber, Aylin verwandelt cool, gehalten. Also 2 verschossen. Bei Bornheim treffen alle 4 sicher :!: , Laura, Birgit Große Schwiep, Luana und Melissa und treffen sich kurz darauf zum Siegerfoto. Kassel natürlich sehr enttäuscht und traurig. Klar mit etwas mehr Glück hätten sie weiterkommen können.

Aber Bornheims Sieg war keinesfalls unverdient, sie hatten mehr gefährliche Aktionen. Dazu schmissen sie sich in jeden Ball, gegen das kampfstarke Kassel. Das auch niedergekämpft wurde, da doch einige Leute bei den Gästen Krämpfe bekamen. Zumal bei den Gästen in den letzten Pflichtspielen gegen allesamt Hessenligisten im Pokal und in der Abstiegsrunde, neben dem fullminaten 4:2 bei Frankfurt 4, 3-mal die coole 1:0 Siegstrategie aufgegangen ist. :cool: Doch hier coole Sache für Bornheim. :cool: :!:

Noch ne coole Sache für Bicken oder gar zwei. :cool: :roll: Sie haben Doppelthriller-Feeling. Sie haben Chancen in die Verbandsliga aufzusteigen, die Qualität Mannschaften diese zu schlagen haben sie, so sagte der Trainer, was sie auch bewiesen haben. Das Problem Dortelweil spielt eigentlich in einer anderen Liga.

Es war die klare Sache für Dortelweil, bei denen mit Letizia Lang (Startelf) eine weitere 17- jährige ihr Debüt in der Ersten feiern konnte, die ich auch erwartet hatte. Wobei aus Bickerner Sicht bei 2 Kontern mit ihren schnellen Leuten vorne, vielleicht doch Hoffnung bestand, dass sie ihren Thriller bekommen würden.

Die Gäste wollten gleichmal zeigen wer Frau im Haus ist und traten dementsprechend dominant auf. Feiner Steckpass und Melina Raiß mit ihrem nächsten Pokaltreffer zum 0:1, nach 5 Minunten. Mit einem "Flankenschuss", trifft sie danach die Latte.

Dann hatten die tiefstehenden Gastgeberinnen doch ihre Konterchance. Jolina Rahn behält aber im 1:1 gegen Finja Reuter die Oberhand.

Nach 20 Minuten zieht Louisa Gaudl unhaltbar ins untere Eck ab. Dennoch darf sich die Torhüterin Kathrina Moritz (seit 15 Jahren im Gebiet fussballaktiv) noch auszeichnen. Einen Schuss von Lana Kehrmüller kann sie zur Ecke retten, danach behält gegen gleich 2 einschussbereite Dortelweilerinnen reaktionsschnell die Oberhand.

Nach 26 Minuten bekommt doch Bicken sein Kontertor zum 1:2 durch Merle Lindauer. Wenig später die Ernüchterung, 1:3 durch erneut Melina. Da monieren sie Abseits, ich würde sagen nicht bei der Ballabgabe. Die Torjägerin ist halt fix und gradlinig beim Durchlaufen, so kommt schnell ein Vorsprung zustande. Zumal, über die gesamte Partie braucht sich Bicken bezüglich Abseitsentscheidungen zu ungunsten von Dortelweil nicht beschweren. Zwei Tore wurden diesbezüglich nicht anerkannt und es gab knappe Entscheidungen, die alle jedoch vertretbaren waren.

Die Führung ist völlig verdient. Dortelweil hätte allerdings die Option gehabt gegen das Abwehrbollwerk mehr über die Flügel zu kommen. Der One-Touch-Fussball ist zu schnell für Bicken. Vielleicht etwas übertrieben schön durch die Gäste, da sie einfachmal bis zum Tor(erfolg) durch die Mitte kombinieren wollten. :wink:

In der zweiten Halbzeit Bicken etwas offensiver, das auch mal vorne anläuft, da sieht es dann vorne einwenig gefährlicher aus. Da gab es mal ne Ecke oder ein nicht ungefährlichen Abschluß. Dortelweil hätte den Sack aber längst zumachen können, was er ergebnistechnisch noch nicht war. Stattdessen Latte, knapp daneben oder gehalten.

Aber so, in der 63. Minute eine durchaus gute Möglichkeit für Janea Gombel, nochmal heranzukommen, knapp vorbei. In der 70. ist es dann endlich passiert. :wait: Melissa Bohn (Jg. 2005) setzt sich entschlossen gegen die Torhüterin durch. Nach weiteren Torchancen besorgt in der 79. Minute Sandra Reisinger den 1:5 Endstand. Das war dann mal ein Musterangriff über den Flügel (die in zweiten Halbzeit stärker zum tragen kamen), Rechtsverteidigerin Jasmin Brehmer mit dem perfekten Pass in die Mitte.

Und dann das noch am Ende, "Flügelflitzer Anna" will im Eifer des Gefechts, völlig ungestüm, noch an den Ball kommen, dabei hätte sie Jolina treffen können, die den Ball schon fest hat, stattdessen trifft sie Jana Harms, die zum Glück gleich wieder aufstehen kann. Tja doch sie selbst hat sich dabei wohl furchtbar wehgetan :injured: , der Krankenwagen kommt.

Wäre wohl cool gewesen erneut Pokalheldin zu werden und dazu vielleicht "fupa-Starspieler (in)", wie vor ein paar Jahren Sofie Hartmann, die sie damals selbst vorgeschlagen hatte. Die heute 29-jährige ist Kapitänin und alsolute Rekordschützin des Teams, diesmal die Vorlagengeberin.

Fotos:

https://www.fupa.net/photos/tsv-bicken- ... -396203#32

Dortelweils Gegner ist Eintracht Frankfurt 3

Die Partie gegen Wetzlar sah recht tributpflichtig an Ostern aus. Ja nicht mal gewohnten Liveticker gab es.

Frankfurt mit 11 Feldspielerinnen und Wetzlar mit 12 insgesamt.

Bei Frankfurt fehlten z.b. Torjägerin Celine Karich, die Zweitligaerfahrene Laura Weinel aber auch Fabienne Würtele mit ihrer Routine, ich dachte die wäre mit dabei.

Dennoch schien mir Frankfurt von der Aufstellung her das besser verkraften zu können. Mit dabei, die in der Winterpause von der Eintracht gelobten Nachwuchsspielerinnen Leonie Gosch (Jg. 2004), Emelie Hesselbach und Jolie Huhn (beide 2003). Eine 2003er auch mit dem Doppelpack in Person von Leonie Springer. Dafür schießt die 29-jährige Annika Leber, die Führung beim 3:0 Erfolg

Von den Einsatzzeiten her, würde ich bei Wetzlar 13 als Stammspielerinnen einstufen. Davon fehlten 6.

Haitz gelang zwar in der Liga zuletzt einer furioser 11:1 Sieg, beim 0:7 war dann Calden doch zu stark, das am vorraussichtlichen Halbfinaltag, den 26.5., nach Bornheim kommt.
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Re: Hessenpokal 2020/21ff.

Beitragvon Zange » 19 Apr 2022, 21:55

Wie sahen sich Teams in den beiden zu erwartenden Thriller Partien :roll: Auf seiner fb Seite beklagt Wetzlar, seine Chancen nicht genutzt zu haben :cry: , besonders durch Torjägerin Ann-Kathrin Kundermann. Eintracht beklagt auch, dass die Chancen nicht ausreichend genutzt wurden. :???:

https://frauen.eintracht.de/news/naechs ... ng-140896/

Während Eintracht Frankfurt nicht nur sein Weiterkommern, sondern auch Spielmacherin Leonie Springer feiern konnte :drink: , die neben ihren beiden Toren auch noch den starken Assist gegeben hat, ging es für Wetzlar eher in Richtung Alptraum. :???:

Denn schlimmer als die Niederlage ist Knieverletzung von Aylin Özen, nach 20 Minuten in dieser Partie. Die wird nun erstmal ausfallen, bei den allesamt schweren Partien in der starken Regionalliga und wie es momentan aussieht geht es eher gegen den Abstieg. Viele Tore hat sie schon für Wetzlar gemacht und hat sich in letzten Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der Ersten entwickelt, aufgrund ihrer Bissigkeit ist sie auch gut als Außenverteidigerin einsetzbar.

Gespannt war ich mal wie sich Kassel (ihr Bericht, wie der von Bornheim, liegt seit heute vor) gesehen hat. Oha, dass ist ehrlich :!: , sie haben auch kein anderes Spiel gesehen. Zumal das nicht so einfach ist, die meisten hätten wohl von einer bitteren Niederlage gesprochen. Doch sie sagen Bornheim hat gut gespielt, sie waren nicht so gut wie zuvor und so ist Bornheim verdient weitergekommen.

https://www.ksvhessen.de/frauen/teams/1 ... -kassel-2/

Zur Aufmunterung für Kassel, aber auch für Bornheim, Bornheim hat das gut gemacht und darf sich zu recht über eine starke Leistung freuen:

https://www.sgbornheim.de/bornheim-feie ... heldinnen/

Nicht ganz gut habe ich es gemacht :oops: , der Distanztor von Luana Balzer war schon eins, allerdings per Freistoß, nicht aus dem Spiel heraus, wie ich nach der Berichterstattung erfahren habe, oder ich es auch so wollte, weil es zu ihr so passt und Bornheim schreibt selbst, solche Standards sind nicht eigentlich nicht ihre Stärke, die Muster halt. :wink: Das hab ich meinen Bericht so stehen lassen, weil es halt real so rüber kam.

Korrigiert habe ich allerdings die Schützin zum Kassler 2:1. Wienand heißt sie, nicht Wiegand, das hat sie verdient, auch soll man sie hier später finden. Uff, Nou Camp, so schreibt es auch Bornheim in seinem Bericht, so bin ich es gewohnt, aber in letzter Zeit taucht immer mehr Camp Nou auf, meine ich, kein Dreher, geht beides, brauch ich nicht korrigieren (mir gefällt korregieren besser, ist aber falsch). :smile:
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Re: Hessenpokal 2020/21ff.

Beitragvon adipreissler » 25 Apr 2022, 21:48

Aha, jetzt drohen ein paar Pokalduelle Dortelweil-Eintracht Frankfurt.
Erst am 11.05. 18:30 die U17, dann am 26.05. 15:00 die Frauen. Einmal Achtelfinale, einmal Halbfinale.
Vielleicht gibt es ja am 26.05. eine Doppelveranstaltung. Dazu müsste aber Dortelweil die Eintracht am 11.05. schlagen. :roll:
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Re: Hessenpokal 2020/21ff.

Beitragvon Zange » 12 Mai 2022, 22:03

Die Chancen auf eine Doppelveranstaltungen schienen gestiegen zu sein, da Frankfurt mit der U16 nach Bad Vilbel kam. :roll:

Eigentlich schien alles angerichtet für ein spannendes Pokalspiel. :panic: So machten auch gleich 4 Liveticker richtig mit. :fan:

Dortelweil mit seiner Kampfkraft mit recht soliden Ergebnissen in der Bundesliga. Die höchsten Siege 3:0 und die höchsten Niederlagen 0:3, wobei sie auch hier durchaus in Führung hätten gehen können. Mit dem letzten Testspiel gegen den Tabellendritten Speyer, der SW/W Staffel (der auch noch kleine Chancen auf die Meisterschaft hat), war man zufrieden, da wär auch mehr als ein 1:2 drin gewesen.

Die Eintracht U16 in der Regel Jahrgang 2006/07, in diesem Spiel mit zwei Ausnahmen...
Alles gute Leute, die in die U17 Bundesliga und zusätzlich zumindest in die Hessenauswahl streben. So brauchen sie auch kaum ein B-Juniorinnen-Team zu fürchten. Sie müssen quasi bei den Jungs spielen. In der Juniorinnen Hessenliga hätte es ähnlich wie bei Gläserzell/Pilgerzell ausgesehen. Oder ein anderes Team, das auch besser bei den Jungs aufgehoben sein soll, wie der MFFC Wiesbaden, wurde in einem Test mit 13:0 geschlagen.

Aber es kam anders als zumindest ich es erwartet hatte. :eek: Dortelweil konnte sein wahres Gesicht erst in der Zweiten Halbzeit zeigen. :oops:

Sie hatten ja schon gegen ihre Gegnerinnen getestet. Vielleicht hatten sie sich von denen etwas reingelegt gefühlt und waren damit beschäftigt, das diesmal nicht zuzulassen :?: Und wenn ja, da sah es so aus als jede für sich alleine. Sie waren zusammen schonmal handlungsschneller, konsequenter und vorne druckvoller.

Also so krass war nun auch nicht, sie waren schon soweit im Spiel drin, dass sie sich bis kurz vor der Pause noch erhoffen konnten mit einer Leistungssteigerung nach dieser, die Partie zu drehen. Dann kam der Doppelschlag von Frankfurt und so konnten erstmal nur die ihr Spiel durchziehen.

Wobei die erstmal ein Wackeler drin hatten, da schien gleich was zu gehen für das forsch beginnende Dortelweil. Aber nicht mal 5 Minuten vorbei, da kommt der erste gefährliche Angriff von Frankfurt. Da waren sie erst auf der einen Seite nicht konsequent bei der Klärung und der Ball kommt dann zu Finja Weiß, die weiter zu rüber zu Cecile Carneiro und die linke Außenstürmerin hat genügend Platz im Strafraum zu vollenden, 0:1. Paar Minuten später eine weitere gute Möglichkeit für sie, knapp vorbei.

Nach gut 10 Minuten will sich Dortelweil auch mal deutlicher vorne anmelden. Julia Ruef versucht es mal, ja aus dieser Entfernung kann sie schon treffen, diesmal nicht. Später steht Mittelstürmerin Mara Hambrock im Mittelpunkt, zunächst kommt Rebecca Kratoska (Jahrgang 2005) gerade noch so vor ihr an den Ball, dann wird ihr Schuss geblockt nach einer Flanke von Ariana Wiediger.

Mit gefällt es ja nicht so wenn Elfmeter im Zuge eines Laufduelles auf gleicher Höhe gegeben werden. Aber der Kontakt mit dem Bein war halt da und er sieht ehrlich erarbeitet von der Eintracht aus. Sarah Clarke verwandelt sicher zum 0:2.

Kurz danach sehen 2 Angriffe von rechts und links erfolgversprechend aus, für SCD. Erst klärt die Frankfurter Abwehr fair, dann bekommt Lorena Bari einen Freistoß, der landet auf dem Kopf von Madeline Hahn, die ihn aber nicht richtig erwischen kann, vorbei.

Kurz vor der Halbzeit wird ein Schuss der Eintracht immer gefährlicher, indessenfolge es die Doppelglanzparade von Emelie Pechan braucht. Fast geklärt. Doch dann ist Zimmermeisterin Cecile wieder da, einfach unters Dach gehämmert. Und sie setzen noch einen obendrauf.

Gerade erst vor wenigen Minuten gekommen, führt sich die jüngste Spielerin auf dem Platz Dounia El Mesmoudi (Jahrgang 2008) gleich richtig ein und es wird später noch mehr Aufregendes von ihr zu sehen sein. Feiner Pass zu Letizia Knapp und schon steht die vor der Torhüterin und macht das 0:4.

Verdiente Führung für Eintracht Frankfurt. Aufgrund des Spielverlaufs aber schon heftig für Dortelweil 4 Gegentreffer zu bekommen. Anderseits die Eintracht war deutlich zwingender vor dem Tor und die Chancen waren wirklich gut, die dürfen dann auch mal reingehen. Bei Dortelweil aktuell 3 absolute Stammspielerinnen nicht dabei, das geht hinten und vorne nicht spurlos vorbei. Chiara wurde inzwischen aufgrund ihres Kreuzbandrisses operiert. Marie und Hannah werden aber demnächst wieder dabei sein.

Immerhin Dortelweil kehrte keineswegs mutlos auf den Platz zurück. Jetzt sind sie da, so wie ich mir das vorgestellt hatte. :wink: Kein Zögern mehr, alles geht viel schneller, "der erste Gedanke ist der beste", hinten wieder richtig konsequent. Sie wollten hier noch was reißen. Das wäre wohl irgendwo in der Champions League und in der Frauenbundesliga kein Problem gewesen, wo die Damen nach einen 4:0 Führung es sich gemütlich machen. Aber das hier ist Hessenpokal und vor allem die U16 von Eintracht Frankfurt "Nicht nachlassen".

Und so geht es erstmal richtig ab. :panic: Lattenfreistoß- und kurz danach Pfostentreffer durch Lorena. Jedesmal hatte Madeline im Nachschuss den Anschluss auf dem Fuss. Aber der Ball kommt nicht an Becci vorbei. Doch die Eintracht ist auch noch da. Lattenstreifer von Finja dazwischen und danach stark pariert von Emelie gegen Dounia. Und Lena Scholze klärt den Nachschuss, als Innenverteidigerin.

Auch die nächste SCD Innenverteidigerin kann sich präsentieren "Monstergrätsche"(nach Ticker Dortelweil) von Naomi Siemen. Wieder war es Dounia gegen die geklärt werden mußte. Der reicht es dann und sie macht einfach einen Lupfer zum 0:5.

Dann ist kurz vor Schluß die Frankfurter Innenverteidigerinnen Lejla Sinanovic dran, ein Schuß von Elea Stachnowski kann sie im Tor mit ihrem Körper zur Ecke abwehren. Nicht zu vergessen Elea hatte nach gut einer Stunde, das Tor nur knapp verpaßt. Da kann man auch gleich noch die vierte IV der Begegnung, Lilian Redeligx, loben. Als Kapitänin mit gutem Stellungspiel hat sie den Laden hinten richtig gut zusammengehalten, das war auch wichtig in der ersten Halbzeit, sonst wäre Dortelweil, vielleicht sogar entscheidend, gefährlicher geworden.

Zoe Sindel hat am Ende auch geschossen, sie hatte ja vor kurzem ihr Buli-Debüt bei Dortelweil. Erfreulich. :smile: Nachdem sie direkt nach der Pause eingewechselt wurde, zeigte sie ihre gewohnt zuverlässige Leistung, die man schon früher bei Bad Vibel und Dortelweil von ihr kennt.

Starke Leistung von Eintracht Frankfurt, die bis zum Ende alles gegeben hat :!: Hinten gut stehen und dann gehts schnell nach vorne. Nun kann Wetzlar kommen.

Dortelweil naja, hatten es sich wohl auch anders vorgestellt, sind aber wenigstens zurückgekommen und hätten sich wenigstens dafür ein Tor verdient. :wink:

Julia, Lina und Mara können noch weiter auf den Hessenpokal hoffen, vielleicht werden sie ja eingesetzt bei Bad Vibel gegen Eintracht Frankfurt im CJ-Regionalpokal. Bei der DJ natürlich das gleiche. Da wollten die Losfeen aber eine große Pokalschlacht aufeinmal :trommler: , alles zeitlich recht komprimiert mit dem Damenprogramm.
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