Die erlitt verdienterweise auch Frankfurt beim 0:1 gegen Hoffenheim. Die bisherigen Siege waren dann vielleicht auch darauf zurückzuführen, dass die Gegner nicht die Besten waren. Crailsheim und Alberweiler scheinen die schwächsten Mannschaften der Saison zu stellen und Bayern ist die Nachwucharbeit seit einigen Jahren ja eh nicht mehr wichtig. Generell scheint die Nachwuchsarbeit jetzt eher in der 2. Bundesliga stattzufinden, die mittlerweile ja eine Zweitmannschaften-Liga ist. Jetzt scheint auch generell die Corona-Krise durchzuschlagen, mit zwei Jahren ohne Spielpraxis und reduziertem Training.
Frankfurt jetzt wieder an der guten alten Bezirkssportanlage Nieder-Eschbach, die jetzt anstelle des alten Ascheplatzes mit einem Kunstrasenplatz glänzt. Auch der Rasenplatz scheint in besserem Zustand, schien mir schon hoppeliger gewesen zu sein.
Hoffenheim begann mit Schlafwagenfußball, der vielleicht gar nicht auf mangelnden Fähigkeiten, sondern auf Taktik beruht. Minutenlang wird der Ball am oder im eigenen Strafraum hin- und hergeschoben, die Spielerin mit den meisten Ballkontakten im Spiel war sicher die Torfrau. Da Frankfurt nicht groß attackierte, war das meist ein gemütliches 5 gegen 2, da andererseits dadurch alle Hoffenheimerinnen davor teils doppelt gedeckt waren, verlängerte sich das ganze nochmals. Wenn Hoffenheim dann mal angriff, waren sie durchaus gefährlicher als Frankfurt, dass sich mit dem Spielaufbau schwertat und kaum Torgefahr erzeugte, dabei aber durchaus in der Abwehr anfällig war.
Das Tor der Tages fiel dann kurz vor der Pause per Weitschuss, einer der Sorte, bei dem man schon vor dem Schuss sieht, dass der wohl reingeht. Das wiederholte sich nach der Pause, nur ging der Schuss diesmal nicht ins Tor, sondern an die Latte des Frankfurter Tores. Hoffenheim hätte das Spiel schon lange für sich entscheiden können, als Frankfurt nochmal eine kleine Schlussoffensive startete und 2-3 mittlere Chancen erarbeitete, während Hoffenheim seine Kontergelegenheiten vergab.
Könnte eine spannende Saison werden, da bisher keine der ambitionierten Mannschaften stabil zu sein scheint.
Hatte 1,5 der wenigen Frankfurter Torchanchen: Cora Lepper

Originelle Schusstechnik bei Julia Ruef nicht von Erfolg gekrönt:


Auch die Frankfurter Torfrau Lisa Landau konnte es gegen die Hoffenheimer Kollegin Romy Bräutigam nicht richten:
