Die Capitanas Sophie Trepohl und Laureta Temaj, gleichzeitig heute beste Spielerinnen ihrer Teams:

Der Höhepunkt der ersten Halbzeit war dann ohne Zweifel die Trinkpause. Frankfurt mit fehlerhaftem Spielaufbau in Serie, immerhin meist in der ungefährlichen Mittelfeldzone, ein Abseitstor und zwei Halbchancen waren alles, auch Alberweiler zeigte nichts, was auf Seriensiege gegen Spitzenteams schließen ließ, mehr als ein paar harmlose Weitschüsse kam nicht rum.
In HZ 2 zeigte dann die Mitarbeiterin des Tages ihre turnerischen Qualitäten. In der Regel setzt Sophie Trepohl diese bei ihrem Hrubesch-artigen Kopfballspiel ein.
Mal zum Vergleich: Horst...
Best of Horst Hrubesch
...und Sophie:

Sophie genauso luftüberlegen und effektiv, allerdings eleganter.
Also Manni (Diana) Bananenflanke, Sophie Kopf, Tor. 1:0 für Frankfurt kurz nach Wiederanpfiff.
Dann als Zugabe noch eine bodenturnerische Einlage (da kam Horst nicht mit):



Frankfurt jetzt wesentlich besser im Spiel über die Flügel mit Blank, Kraft oder Taslidza, man wollte erkennbar schnell nachlegen. Klappte aber nicht so recht, neben gefühlt einem Dutzend Abseitspositionen (wovon gefühlt die Hälfte fraglich war) war die Chancenverwertung ausbaufähig. Trepohl verpasste noch knapp mit zwei Kopfbällen, Alberweilers Bemühungen wurden meist gestoppt bevor es brenzlig wurde. Am gefährlichsten noch ein Geschenk an Mia Eickmann, die allerdings komplett freistehend nur einen Roller Richtung Hannah Klinke zustandebrachte.
Dann endlich versenkte Katharina Blank eine der zahlreichen Chancen von halbrechts im Alberweiler Kasten, in dem Laura Bozenhardt zuvor in letzter Not gegen Ena Taslidza retten konnte.

Frankfurt ließ nicht mehr viel anbrennen, die Alberweiler Angriffe wurden meist vor dem Strafraum gebremst und in eigene Konter umgemünzt.
Zum krönenden Abschluss bewies Sophie Trepohl dann auch noch Schussqualitäten. Aus 20 Metern versenkte sie mit Links die Kugel im linken Torwinkel.



Alberweiler am Ende etwas enttäuschend, zumindest waren sie nicht stärker als in vielen Vorjahren, nur erfolgreicher.
Frankfurt bleibt die Minichance, dass Freiburg bei den abgestiegenen Wetzlarerinnen patzt. Nachdem Bayern ohne Topspielerinnen Crailsheim einen Punktgewinn ermöglichte, braucht umgekehrt Frankfurts letzter Gegner Karlsruhe mindestens einen Punkt, um dem Abstieg zu entrinnen.