adipreissler hat geschrieben:Mal sehen, ob es wieder einmal eine zünftige herbstliche Schlammschlacht gegen Nürnberg gibt, oder Waschmaschinen-schonend auf dem Kunstrasen die Knie ruiniert werden.
Als die Eintracht-Mannschaft mit ihren Trainingsutensilien auf den Platz schlurfte, realisierte ich, dass ich eine Stunde zu früh war. Als einziges Spiel der Liga Anpfiff um 15 statt um 14 Uhr. Da galt es, doch noch ein paar Kalorien zu tanken, was am Samstagmittag in Niedereschbach nicht so leicht ist. Immerhin fand sich ein geöffneter vietnamesischer Imbiss, der ganz passables Essen zubereitete.
Der Kunstrasen war von irgendwelchen E- oder F-Kindern belegt, so dass das Spitzenspiel auf dem Rasen stattfand. Weit und breit kein Regen, aber immerhin trister Novembernebel, der eine Edgar-Wallace-artige 60er-Jahre Atmosphäre schuf. Man blickte sich schon unruhig über die Schulter, ob gleich der Hund von Blackwood Castle aus dem Unterholz hervorbricht.

Nürnberg leistete solide Abwehrarbeit und setzte vor allem auf Konter über ihre schnellen Spitzen, die allerdings gern im Abseits endeten. Frankfurt kam anders als gegen Hoffenheim gut ins Spiel und hatte seine Chancen, traf aber nicht das Tor, oder Nürnbergs Hüterin war im Weg.
In HZ 2 dann aber die große Chance für Frankfurt: Rosa Rueckert rief Ach und Weh, als sie im Nürnberger Strafraum zu Boden sank. Die Schiedsrichterin stand gut und pfiff den fälligen Strafstoß.

Frankfurts Kapitänin Kouroupis verlor das Duell mit Nürnbergs Torfrau Sina Tölzel, die sich anschließend feiern lassen durfte:




Oder in den 60er Jahren:

Nur wenige Minuten später gelang Frankfurt dann aber doch der Führungs- und damit Siegtreffer durch Emilia Grund, die im Autofokus-unfreundlichen Novembernebel per Lupfer Nürnbergs Torfrau überwand.



Jetzt jubelten die Frankfurterinnen:


Nürnberg hatte dann in der Schlussphase noch ein paar Ausgleichschancen und Frankfurt ein paar Konterchancen, es blieb aber beim knappen und verdienten Sieg für Frankfurt, die damit Nürnberg erstmal abgeschüttelt haben. Hoffenheim und Freiburg spielen diese Saison offenbar keine Rolle, bleiben die Bayern, die mit 4 Punkten Rückstand noch in Schlagweite bleiben.